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4 x 100 Meter Staffellauf

Leichtathletik > Staffellauf

Der 4-mal-100-Meter-Staffellauf ist ein olympischer Wettbewerb der Leichtathletik, bei dem vier Läufer (die Stafette) nacheinander jeweils 100 Meter auf einer ganzen Stadionrunde zurücklegen. Sieger wird die Staffel mit der schnellsten Gesamtzeit zwischen dem Start des ersten Läufers und dem Zieldurchgang des vierten Läufers. Der Wechsel zwischen den Läufern erfolgt durch Übergabe eines Staffelstabes.

Bei den Männern erzielen die schnellsten Staffeln eine Zeit von 38 Sekunden und sogar weniger (Weltrekord: 37,10 s, Stand 22. August 2008, das entspricht 10,78 m/s oder 38,81 km/h).

Bei den Frauen erzielen die schnellsten Staffeln eine Zeit von 42 Sekunden und weniger (Weltrekord: 41,37 s, Stand 22. August 2008, das entspricht 9,52 m/s oder 34,28 km/h).

Diese Geschwindigkeiten sind erheblich höher als im Einzelrennen über 100 Meter - bedingt durch den "fliegenden" Wechsel: Der Läufer, der jeweils den Stab übernimmt, startet schon, bevor ihn der übergebende Läufer erreicht hat und übernimmt den Stab im Laufen.

Der erste Läufer startet im Tiefstart von Startblöcken, die Startlinien der einzelnen Bahnen sind zum Ausgleich der Kurvenlänge versetzt. Die Läufer dürfen die Bahnen nicht verlassen. Der Wechselraum zur Stabübergabe beginnt 10 Meter vor und endet 10 Meter hinter dem Ende des jeweiligen 100-Meter-Abschnittes. Der übernehmende Läufer darf jedoch in einem zusätzlichen "Beschleunigungsraum" Geschwindigkeit aufnehmen, der 10 Meter vor dem eigentlichen Wechselraum beginnt. Entscheidend für die Einhaltung des Wechselraumes ist die erste Berührung durch den übernehmenden Läufer.

Der Staffelstab ist 28 bis 30 Zentimeter lang, hat einen Umfang von 12 bis 13 Zentimetern (etwa 4 cm Durchmesser) und wiegt mindestens 50 Gramm. Es ist ein Rohr aus Metall oder anderem geeigneten Material. Wenn ein Läufer den Stab verliert, darf nur er ihn aufheben. Falls nötig, darf er dazu seine Bahn verlassen, er muss aber so auf die Bahn zurückkehren, dass er seine Laufstrecke auf diese Weise nicht verkürzt. Die Einzelheiten zum Ablauf von Staffel-Wettkämpfen sind in Regel 170 der technischen Vorschriften der Internationalen Leichtathletikverbandes (IAAF) festgelegt.

Geschichte
Die ersten Staffelläufe von Leichtathleten gab es nach dem Vorbild von Wettbewerben von Feuerwehrleuten um 1880 oder 1890 in den USA, die jeweils 300 Meter liefen und einen Wimpel übergaben. Der Wimpel wurde durch einen Holzstab von einem Fuß Länge (30,48 cm) ersetzt.

In Deutschland gab es ab 1895/1896 Staffelläufe über 5-mal 100 Meter und 4-mal 100 Meter, anfangs noch ohne fliegenden Wechsel (bis 1922) und mit Übergabe durch Handschlag. Die Einführung des fliegenden Wechsels wurde im Februar 1912 beschlossen. Ins Programm der Deutschen Meisterschaften kam die 4-mal-100-Meter-Staffel erstmals am 23./24. August 1919.

Den ersten inoffiziellen Weltrekord stellte eine deutsche Staffel, vom SC Nordwest Berlin, im Jahre 1896 mit einer Zeit von 48,2 Sekunden, auf. Der erste inoffizielle Weltrekord mit registrierten Staffelteilnehmern wurde am 14. Juli 1901 durch die Läufer Lindemann, Graßmann, Kutscher und Frank vom Akademischen SC Berlin aufgestellt. Offizielle deutsche Rekorde wurden erst seit 1921 registriert. Der Lauf musste dazu in Deutschland stattgefunden haben, weshalb auch der von der deutschen Staffel im Olympischen Vorlauf 1912 in Stockholm erzielte erste offizielle Weltrekord zunächst nicht als deutscher Rekord geführt wurde.

Im englischsprachigen Raum waren auch Staffelläufe über 4-mal 110 Yards (4 mal 100,548 Meter = 402,336 Meter) üblich. Bis 1970 wurde die Strecke bei den Commonwealth-Spielen gelaufen.

Erster registrierter Rekord der deutschen Frauen ist die Zeit von 56,4 Sekunden, am 25. Mai 1918 vom TSV 1860 München (Läuferinnen: Kießling, Krom, Rädler, Rodder) erzielt. Bereits bei der erstmaligen Teilnahme von Frauen an den Deutschen Meisterschaften, am 14./15. August 1920, gehörte die 4-mal-100-Meter-Staffel zum Wettkampfprogramm (zusammen mit 100-Meter-Lauf, Weitsprung und Kugelstoßen).

Bei den Olympischen Spielen 1908 wurde zunächst die Olympische Staffel ins Programm genommen, bei der zweimal 200 Meter und je einmal 400 und 800 Meter zu laufen waren. Die bis in die Gegenwart üblichen Streckenlängen, 4-mal-100 Meter und 4-mal-400 Meter wurden bei den Olympischen Spielen 1912 eingeführt. Dort liefen im Finale nur drei Mannschaften, von denen die deutsche Mannschaft disqualifiziert wurde. Deshalb wurde keine Bronzemedaille vergeben.

Die moderne Wechseltechnik, bei der der gerade Laufende nicht den Stab in die andere Hand wechselt, geht auf den Trainer von Eintracht Frankfurt namens Boers zurück. Seine Staffel lief am 10. Juni 1928 in Halle einen Weltrekord, nach dem der Begriff Frankfurter Wechsel geprägt wurde. Beim fliegenden Wechsel musste anfangs, bis 1963, der übernehmende Läufer von der jeweiligen Ziellinie des übergebenden Läufers starten. Seit 1963 darf er zwanzig Meter davor anlaufen.

Technik und Taktik
In der Regel bewegt der übernehmende Läufer beim Anlaufen die Arme und streckt erst auf Zuruf des übergebenden Läufers, ca. zwei bis drei Meter vor der Übergabe, den Arm nach hinten. Der Arm wird mit abgespreiztem Daumen so gerade und parallel zum Boden wie möglich nach hinten gestreckt, der Stab wird von oben in die Hand gelegt.

Es sind drei Arten des Stabwechsels möglich:

  • Außenwechsel: Der übergebende Läufer trägt den Stab in der linken Hand, läuft an der Außenseite der Bahn an den übernehmenden Läufer heran; dieser übernimmt den Stab mit der rechten Hand. Vorteilhaft insbesondere für Anfänger ist dabei, dass der übernehmende Läufer die - sofern er Rechtshänder ist - die geschicktere rechte Hand benutzen kann.

  • Innenwechsel: wie Außenwechsel, nur umgekehrte Seiten. Vorteil ist die ökonomische Raumausnutzung beim ersten und dritten Wechsel, allerdings muss der Ablaufende bis zur Stabannahme an der Außenseite der Bahn laufen.

Beim Außen- und beim Innenwechsel muss der Stab nach der Übernahme sofort in die andere Hand genommen werden. Nachteil ist, dass der Läufer das gelegentlich vergisst, was bei der Übergabe zu einer erheblichen Störung des Ablaufes und zum Geschwindigkeitsverlust führt.

  • Frankfurter Wechsel: Der Stab wird vom Läufer während seines Laufabschnittes nicht in die andere Hand genommen, so dass sich eine Kombination aus Außen- und Innenwechsel ergibt. Das ermöglicht die bestmögliche Raumausnutzung. Da der Stab nicht in die andere Hand gewechselt wird, verkürzt sich der Platz zum Zufassen bei jedem Wechsel, was häufig zum Stabverlust führt.

Die Laufstrecken sind für die vier Läufer unterschiedlich, abhängig davon, wie der Ablaufraum (20 Meter vor der Wechsellinie) und der Wechselraum (10 Meter vor bis 10 Meter hinter der Wechsellinie) ausgenutzt werden. Es ergeben sich folgende Laufstrecken und Besonderheiten:

  • 1. Läufer: 90 bis 110 m, Tiefstart, Kurvenlauf

  • 2. Läufer: 110 bis 130 m, Hochstart, vorwiegend gerade Strecke

  • 3. Läufer: 110 bis 130 m, Hochstart, Kurvenlauf

  • 4. Läufer: 120 m, Hochstart, vorwiegend gerade Strecke

Daraus ergeben sich für die Verteilung der der vier Läufer folgende Gesichtspunkte:

  • Die Läufer mit den besten Einzelzeiten haben Vorteile auf den langen Strecken

  • Kleine Läufer haben Vorteile in den Kurven, weil geringere Zentrifugalkräfte wirken als bei größeren

  • Läufer mit schwacher Wechseltechnik haben Vorteile als erster oder vierter Läufer, da sie nur an einem Stabwechsel beteiligt sind

  • Der Läufer mit dem besten Startvermögen hat Vorteile als erster Läufer, der Läufer mit der größten Willenskraft hat Vorteile als Schlussläufer


Quelle: Wikipedia




 
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