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Laufen mit dem Buggy (Babyjogger)

Der ideale Baby-Sitter für Läufer-Nachwuchs
Das Kind lehnt sich bequem zurück, während Papa oder Mama laufen: Mit einem Laufkinderwagen, auch Babyjogger genannt, ist das kein Problem!

Zuerst kommt das Kind. Das ist die Regel Nummer eins. Wer sich einen Laufkinderwagen (Babyjogger) zulegt, tut dies meistens, um nicht aufs Laufen verzichten zu müssen. Dieser egoistische Wunsch ist vollkommen okay, solange das Kind nicht darunter leidet. Ein Kind kann durchaus Spaß haben daran, im Babyjogger geschoben zu werden. Der Spaß hört aber früher oder später auf, eine Stunde ist oft das Maximum. Denn während Sie Ihrem Bewegungsdrang frönen, ist dem natürlichen Bewegungsdrang des Kindes Einhalt geboten. Die Spielmöglichkeiten im Babyjogger sitzend sind begrenzt. Für das Kind ist es eher langweilig. Auf längeren Strecken - oder gar bei Marathon-Veranstaltungen - haben deshalb Babyjogger nichts verloren (denn mehr als eine Stunde sitzt kein Kind gerne ruhig).

Verantwortungsbewusst eingesetzt, ist ein Babyjogger für laufende Eltern dagegen doppelt sinnvoll: Die Eltern werden durch die Kinder nicht am Laufen gehindert, es entsteht kein Frust, nicht laufen zu können, und das Kind ist, während die Eltern laufen, bestens versorgt, nämlich im direkten, leicht schaukelnden Umfeld der Eltern.

Für verschiedene Modelle gibt es bereits Baby-Schalen oder -Tragewannen. Zum Laufen sind diese - im Sinne des Kindes - weniger geeignet. Das Kind erleidet auf holprigen Wegen trotz Federung und Luftbereifung zu viele Erschütterungen beim Laufen.

Checkliste, bevor Sie mit dem Laufkinderwagen loslegen

  • Ein Kind sollte erst dann im Laufkinderwagen (Babyjogger) mitgenommen werden, wenn es selbst problemlos und gut sitzen kann. Dazu gehört, dass das Kind den Kopf sehr gut alleine und über einen längeren Zeitraum halten kann, was meistens nach sechs bis neun Monaten der Fall ist. Erst ab diesem Alter sollte über die Mitnahme im Babyjogger nachgedacht werden, dies ist das früheste Eintrittsalter in die Laufkinderwagen-Welt.

  • Vor dem Loslaufen muss die kostbare Ware sicher im Babyjogger verstaut werden: Das Gurtsystem muss richtig justiert werden. Dies ist meist etwas fummelig und nimmt etwas Zeit in Anspruch. Auch lassen sich viele Kinder zunächst nicht gerne anschnallen. Aber die Zeit muss sein, da führt kein Weg dran vorbei. Die Gurte sollten perfekt sitzen, das Kind auf keinen Fall aus dem Gurtsystem herausrutschen können.

  • Übrigens muss auch der Läufer den Gurt anlegen: Ein Sicherheitsgurt oder -band, das am Wagen befestigt ist und ums Handgelenk gelegt wird, damit der Babyjogger sich nicht selbstständig machen kann.

  • Achtung: Das Kind muss deutlich wärmer angezogen sein als der Läufer. Selbst wenn man mit Funktionsshirt und kurzer Hose läuft, kann das Kind durch Fahrtwind und mangelnde Bewegung auskühlen: Mütze, Handschuhe, Jacke und eine leichte Decke sind bisweilen sogar im Sommer sinnvoll. Übrigens auch geeigneter Sonnenschutz, sofern das Kind nicht durch ein Sonnenverdeck des Babyjoggers geschützt wird.


Die richtige Schiebetechnik gewöhnt man sich mit den Kilometern meist automatisch an, sie variiert etwas in Abhängigkeit von den Roll-, beziehungsweise Laufeigenschaften des Babyjoggers. Grundsätzlich gilt: Man sollte den eigenen Laufstil nicht wesentlich verändern. Dazu gehört vor allem, dass man nicht beide Hände am Griff des
Babyjoggers hat (nur bergauf und bergab muß man den Babyjogger permanent mit beiden Händen festhalten). Stattdessen schiebt man nur mit einer Hand am Griff, die andere kann weiter frei schwingen. Der Griff sollte etwa in Höhe des Bauchnabels (Körperzentrum) justiert sein; hier ist der ideale Kraft-Ansatzpunkt.

Allerdings muss auch die eine Hand nicht ständig Kontakt haben. Man kann dem Mobil auch nur alle paar Laufschritte einen sanften Schubs geben, auf Asphalt rollen die leicht laufenden Babyjogger (Laufkinderwagen) dann leicht vor sich hin, fast wie von selbst. So wird man zum eigenen, idealen Babysitter.

Quelle: Runnersworld.de




 
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