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Definition Triathlon

Laufsportarten

Der Triathlon ist eine Ausdauersportart, bestehend aus einem Mehrkampf der Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen mit ununterbrochener Zeitnahme.



Anforderungen und Training
Merkmal des Triathlons ist das unmittelbare Aufeinanderfolgen der drei unterschiedlichen Disziplinen und der damit verbundenen Umstellung der Muskulatur auf die jeweilige Disziplin. Besonders der Lauf nach dem Radfahren ist dabei der vermeintlich schwierigste Teil, da beim Laufen auf die durch das Radfahren bereits ermüdete Beinmuskulatur zurückgegriffen werden muss. Gute Triathleten zeichnen sich dadurch aus, die Übergänge zwischen den einzelnen Disziplinen so kurz wie möglich zu halten und so schnell wie möglich den Körper auf die neue Belastung einzustellen. Dazu gibt es spezielle Trainingsformen wie zum Beispiel das Koppeltraining, also die wiederholte Abfolge aus meist Radfahren und Laufen, sowie dem Wechseltraining (Wechseln der Utensilien).

Einen Triathlon zu absolvieren stellt für viele Breitensportler eine große Herausforderung dar. Ohne ein kontinuierliches Training aller drei Disziplinen und ein zielgerichtetes Arbeiten an der persönlichen Ausdauer ist die Bewältigung eines Triathlons schwierig und eventuell auch gesundheitsgefährdend. Ähnlich dem Trainieren für einen Marathon stellt genau dieses Training auf einen Triathlon und das anschließende Ankommen im Ziel den Reiz für den Einsteigertriathleten und den Fortgeschrittenen dar.

Einen Triathlon zu absolvieren stellt für viele Breitensportler eine große Herausforderung dar. Ohne ein kontinuierliches Training aller drei Disziplinen und ein zielgerichtetes Arbeiten an der persönlichen Ausdauer ist die Bewältigung eines Triathlons schwierig und eventuell auch gesundheitsgefährdend. Ähnlich dem Trainieren für einen Marathon stellt genau dieses Training auf einen Triathlon und das anschließende Ankommen im Ziel den Reiz für den Einsteigertriathleten und den Fortgeschrittenen dar.

Geschichte
Erfunden wurde der Triathlon um 1920 in Frankreich. „L'Auto" berichtet, dass seit 1920 jährlich ein Rennen, genannt „Les Trois Sports" stattfand. Das Event fand bei Joinville le Pont, in Meulan und Poissy statt und bestand aus einem 3-km-Lauf, 12-km-Radwettbewerb und der Überquerung des Flusses Marne. Es wurde auch unter den Namen „La Course des Débrouillards" und „La course des Touche à Tout" geführt. Als Hobby-Event verbleibt es aber in Anonymität, obwohl immer wieder Rennen bekannt werden, wie etwa Marseille (1927). Die drei Disziplinen wurden hintereinander ohne Pause absolviert. 1934 gab es in Rochelle eine Ausgabe von „Les Trois Sports", mit einer Kanalquerung (ca. 200 Meter), einem 10-km-Radwettbewerb im Hafen von Rochelle und im Park Laleu und einem abschließenden 1200-Meter-Lauf im Stadion André-Barbeau. Aus dieser Zeit stammt die Lizenz (Ausstellungsjahr 1927) für Monsieur Rene Taqué aus Perpignan. Dann wurde es wieder still um den modernen Multisport, bis er in Amerika erneut erwachte.

Mitte der 70er Jahre wurde der Ausdauerdreikampf erneut „erfunden". Die beiden Amerikaner Jack Johnstone und Don Shanahan organisierten am 25. September 1974 in San Diego, Kalifornien, den ersten auch so genannten Triathlon. Das kleine Rennen mit 46 Teilnehmern ging über 6 Meilen Laufen (ca. 10 km), 5 Meilen Radfahren (ca. 8 km) und 500 Yards Schwimmen (ca. 0,5 km) und trug den Namen Mission Bay Triathlon. Namensgeber war die vor San Diego gelegene Lagune. Einer der Teilnehmer war der später auf Hawaii stationierte Marine-Offizier John Collins, später einer der Initiatoren des ersten Hawaii-Ironmans 1978. Dort findet heute noch der bekannteste und spektakulärste Wettkampf, der Ironman Hawaii statt. Für diesen Wettkampf muss man sich seit 1988 bei einem der weltweit stattfindenden, als Ironman lizenzierten Wettbewerbe durch eine schnelle Gesamtzeit in seiner Altersklasse qualifizieren. Die Altersklassensieger des Vorjahres und die Top-Ten des Elitefeldes sind automatisch qualifiziert, dazu gibt es ein Losverfahren, in dem 200 weitere Startplätze vergeben werden. Der Ironman auf Hawaii gilt als Weltmeisterschaft der Ironman-Serie. Parallel dazu schreibt die International Triathlon Union (ITU) ihre eigenen Langdistanz-Weltmeisterschaften über eine meistens etwas kürzere Distanz aus.

Neben den Ironman-Veranstaltungen hat die Kurzdistanz in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Seit der Aufnahme ins olympische Programm im Jahr 1994 ist die Leistungsdichte im von der International Triathlon Union verantworteten Triathlon-Weltcup stetig gestiegen. Die ITU schreibt seit 1989 Weltmeisterschaften auf der Kurzdistanz aus, die seit Mitte der 90er-Jahre offiziell "olympische Distanz" heißt. Ab dem Jahr 2009 wird die Weltmeisterschaft ähnlich wie in der Formel 1 in einem Serienformat (Dextro Energy Triathlon ITU World Championship Series) ausgetragen.

Beginnend in den 80er Jahren entstand sowohl in der BRD als auch in der DDR (dort zunächst Ausdauerdreikampf bzw. A3K genannt) eine Triathlonkultur in Deutschland (siehe auch Deutsche Triathlon Union (DTU)). Im Zuge des allgemeinen Fitnesstrends hat sich der Triathlon mittlerweile auch im Breitensport etabliert. Die Anzahl von professionell organisierten Rennen in ganz Deutschland steigt nach Angaben der DTU von Jahr zu Jahr. Es gibt eine von der Deutschen Triathlon Union organisierte Deutsche Triathlonliga mit der 1. Bundesliga und einer in zwei Unterligen aufgespalteten 2. Bundesliga (Nord und Süd). Darunter werden Regionalligen in sechs Regionen und weiteren Ligen auf Landesebene durchgeführt. Verschiedene Citytriathlons mit einem Einsteigerwettkampf über die Sprintdistanz, einer Kurzdistanz und manchmal auch in Verbindung mit einem Triathlonliga- oder ITU-Weltcup-Rennen in Großstädten wie in Hamburg, Kiel oder Leipzig haben Starterzahlen von über 1.000 Teilnehmern. Außerdem gibt es viele auf regionaler Ebene organisierte Triathlonwettbewerbe. Aufgrund der Veranstaltungsordnung der DTU ergeben sich Teilnehmerzahlen von 50 bis 250 und mehr als 250 Wettkämpfern.

DTU-Startpass
Grundsätzlich kann bei allen deutschen Triathlonveranstaltungen jeder Triathlet ohne Startpass (Verbands-Lizenz) starten. Sobald die Distanzen 750 Meter im Schwimmen, 20 Kilometer im Radfahren und 5 Kilometer im Laufen (im Duathlon 5 Kilometer im Laufen, 20 Kilometer im Radfahren und 2,5 Kilometer im Laufen) überschreiten, muss für den Start eine Tageslizenz erworben werden. Diese – je nach Veranstaltung in gewissem Rahmen variablen – Kosten addieren sich zum Startgeld. Für Vielstarter auf Triathlonveranstaltungen ab oben genannten Distanzen wird auch aus finanziellen Gründen ein Startpass der Deutschen Triathlon Union (DTU) interessant.

Der DTU-Startpass (Verbands-Lizenz) wurde aus versicherungs-, sportrechtlichen und sportpolitischen Gründen eingeführt. Er hat die Funktion einer Lizenz, die zur Teilnahme an Triathlonwettkämpfen berechtigt. Triathleten, die einem Triathlonverein oder einem Verein mit Triathlonsparte angehören, der dem jeweiligen Triathlonlandesverband angeschlossen ist, können einen Startpass der DTU erwerben.
Der Startpass hat jeweils ein Jahr Gültigkeit. Er muss über den jeweiligen Verein beantragt werden und verlängert sich – ohne Kündigung – jeweils um ein weiteres Jahr. Dieser weist den Triathleten als Mitglied seines jeweiligen Vereins, des Landesverbandes und der DTU zugehörig aus. Dieser Startpass kostet einen jährlichen fixen Beitrag. Aus diesen Mitgliedsbeiträgen werden auch Triathlonveranstaltungen mitfinanziert. Im Ausland kann ein Triathlet oft nur mit gültigem Startpass an einem Triathlon teilnehmen – unabhängig von der Distanz.

Distanzen
Wie bei vielen anderen populären Sportarten gibt es auch beim Triathlon unterschiedliche Wettkampfdistanzen. Diese werden international von verschiedenen Organisationen ausgetragen. National sind natürlich oft die nationalen oder regionalen Triathlon-Verbände oder Vereine die Veranstalter.

Wettkampfdistanzen

Bezeichnung

Veranstalter

Schwimmen

Radfahren

Laufen

Beschreibung

Ultratriathlons

International Ultra Triathlon Association (IUTA)

3,86 bis
77,2 km

180 bis
3600 km

42,2 bis
844 km

1 ×, 2 ×, 3 ×, 4 ×, 5 ×, 10 × oder 20 × Ironman

Ultraman

Ultraman Hawaii

10 km

421 km

84 km

Besonders lange Variante des Triathlons

Ironman
Langdistanz

World Triathlon Corporation (WTC)

3,86 km
(2,4 stat.mi)

180 km
(112 stat.mi)

42,195 km

Ursprüngliche Distanz, die auch in der Ironman-Serie bestritten wird

ITU-Langdistanz (O3) "Triple Olympic"

International Triathlon Union (ITU)

4 km

120 km

30 km

Langdistanz der ITU; dreifache Olympische Distanz.
Distanz der ITU-Langdistanz-Weltmeisterschaften

ITU-Langdistanz (O2) "Double Olympic" (frühere ITU-Mitteldistanz)

International Triathlon Union (ITU)

3 km

80 km

20 km

Langdistanz der ITU; doppelte Olympische Distanz

Ironman 70.3
"Half-Ironman"

World Triathlon Corporation (WTC)

1,9 km
(1,2 stat.mi)

90 km
(56 stat.mi)

21,1 km
(13,1 stat.mi)

Halbe Ironmandistanz (70,3  stat.mi = 113 km); seit 2006 als Ironman 70.3-Serie veranstaltet

Mitteldistanz

2 km

80 km

20 km

Normale Mitteldistanz

Kurzdistanz / Olympische Distanz / 5150

ITU und WTC

1,5 km

40 km

10 km

Bei nationalen Meisterschaften und internationalen Rennen ist das Windschattenfahren meist erlaubt.
Seit 2011 wird die Kurzdistanz auch als 5150-Serie von der WTC veranstaltet – jedoch ohne Windschattenfreigabe
Distanz der ITU-Langdistanz-Weltmeisterschaften

Sprintdistanz auch:
„Volksdistanz“ und „Jedermann-Triathlon“ genannt

0,75 km

20 km

5 km

für Sportler mit bzw. ohne Verbands-Lizenz (sog. Startpass);
bei Volks-Triathlon häufig auch 0,4–0,5 km Schwimmen

Die Wettkampfstrecken sind in der Regel nicht amtlich vermessen und können auch immer wieder auf Grund von örtlichen Gegebenheiten geringfügig von den Standardstrecken abweichen.

Auf vielen Distanzen gibt es Staffelwettbewerbe für Männer-, Frauen- und Mixed-Teams, bei denen sich drei Personen die Disziplinen aufteilen.

Olympia
Seit dem Jahr 2000 gehört der Triathlon zum Programm der Olympischen Spiele. Dabei wird die Kurzdistanz über 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen absolviert (olympische Distanz). Die hohe Leistungsdichte erforderte eine Freigabe des ansonsten gegebenen Windschattenfahrverbots. Erste Olympiasieger wurden der Kanadier Simon Whitfield und die Schweizerin Brigitte McMahon. Der Deutsche Stephan Vuckovic aus Reutlingen errang in Sydney 2000 überraschend die Silbermedaille. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen siegten Hamish Carter aus Neuseeland und die Österreicherin Kate Allen. Die Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking gewannen Emma Snowsill aus Australien und der Deutsche Jan Frodeno.

Regelungen
Die drei Wettkampfstrecken werden in ununterbrochener Folge absolviert. Die Wechsel vom Schwimmen zum Radfahren und vom Radfahren zum Laufen gehören zum Wettkampf. Bei niedrigen Wassertemperaturen kann das Schwimmen in kälteschützenden Neoprenanzügen absolviert werden. Das regelkonforme Material zum Radfahren ist weniger streng reglementiert als im klassischen Radsport, weshalb in den 1980er Jahren spezielle Triathlonfahrräder entwickelt wurden, u. a. mit kleineren, 26-zölligen Laufrädern und Lenkeraufsätzen, die zu einer aerodynamisch günstigen Sitzposition beitragen. Seit dem Ende der 90er ist dieser Trend jedoch rückläufig und es kommt zu einer Annäherung zwischen dem Radmaterial der Triathleten und den UCI-konformen Zeitfahrrädern.

Zu erwähnen ist weiterhin die strikte Helmpflicht sowie das Verbot des Windschattenfahrens beim Radfahren. Bei Meisterschaften und internationalen Rennen über die olympische Distanz wird das Windschattenverbot ausgesetzt. Die Aufhebung des Verbots ist im deutschen Raum in den späten 1990er Jahren und 2004 heftig diskutiert worden. In einer von Kai Baumgartner, Dirk Kantlehner und Holger Spiegel initiierten Online-Petition aus dem Jahre 2004 wurden durch den nationalen Verband vorgenommene Regeländerungen (Quasi-Aufhebung des Windschattenverbotes für den Breitensport durch Verkürzung der Windschattenbox auf 5x2 Meter) auf Druck der sportlichen Basis gekippt.

Material
Durch den jungen und neuen Charakter der Sportart zeigte sich von Beginn an ein aufgeschlossener Umgang mit Neuerungen in der Materialentwicklung:

  • Schwimmen: Der ursprünglich aus Gründen des Kälteschutzes getragene Neoprenanzug entwickelte sich zunehmend zu einem die Leistung positiv beeinflussenden Sportgerät. Vor allem Elastizität, Auftrieb und Reduzierung des Wasserwiderstandes haben heute bei der Entwicklung oberste Priorität. Gerade etwas schwächere Schwimmer profitieren von der Unterstützung durch das Material.

  • Radfahren: Durch das Verbot des Windschattenfahrens stellt der Wettkampfteil auf dem Rad besondere Ansprüche an das Material. Die Fahrräder sind ähnlich den UCI konformen Zeitfahrrädern des Straßenradsports konzipiert. Aerodynamik zum einen und Ergonomie für Radstrecken bis 180 km zum anderen, spielen dabei die entscheidende Rolle. Heute heißt das: Carbon-Rahmen mit aerodynamischen Rohren und angepassten Geometrien, speichenreduzierte Hochprofilfelgen, z. T. auch mit Scheiben-Hinterrad kombiniert, Liegelenker, spezielle Trinkflaschenhalter und weitere Details. Kombiniert mit Zeitfahrhelmen wird so versucht, am aerodynamischen Optimum zu arbeiten, wodurch Zeitgewinne gegenüber klassischem Material von mehreren Minuten, je nach Streckenlänge, möglich sind. Der erstmals von Greg LeMond bei einer Tour de France gefahrene Aero-Lenker entstammte der Triathlon-Szene.
  • Laufen: Um beim Laufen mit einer möglichst geringen Vorbelastung der Wadenmuskulatur zu starten, nutzen Triathleten wie z. B. Paula Newby-Fraser Radschuhe, deren Auflage an den Pedalen weiter hinten zum Knöchel liegt. Dadurch wird beim Radfahren der Unterschenkel stärker geschont, der Oberschenkel dagegen stärker belastet.


Verwandte Sportarten und Extrem-Varianten

  • Eine Variante ohne die Disziplin Schwimmen ist der Duathlon - ausgetragen über Lang-, Mittel- und Kurzdistanzen in der Abfolge Laufen, Radfahren und abschließendem Laufen.

  • Es gibt auch die Variation des Crossduathlon wo das Schwimmen durch Crosslaufen und das Radfahren durch fahren auf dem Mountainbike im Gelände ersetzt wird.
  • Cross-Triathlon: Es werden auch Wettbewerbe mit den klassischen Disziplinen ausgetragen, in denen das Radfahren ganz oder teilweise mit dem Mountainbike bestritten wird.
  • Im Wintertriathlon wird das Schwimmen durch Skilanglauf ersetzt.
  • Wettbewerbe, in denen sich das Laufen direkt der Schwimmdistanz anschließt, heißen Ambathlon, Swim & Run oder Aquathlon.
  • Wird eine vierte Disziplin (etwa Kajakfahren oder Inlineskaten) hinzugefügt, werden diese Wettbewerbe als Quadrathlon bezeichnet.
  • Beim aus fünf Disziplinen bestehenden Schweizer Gigathlon müssen über mehrere Tage tägliche Distanzen von im Mittel 4 km Schwimmen, 100 km Rennrad, 50 km Mountainbike, 25 km Inlineskaten und 20 km Laufen zurückgelegt werden. Die Dauer variierte in den vergangenen Jahren zwischen zwei und sieben Tagen.


Die Suche nach Grenzen ist es wohl, die zu immer drastischeren Varianten des Triathlons führt. Die Distanzen des Ironman zu verdoppeln oder zu verdreifachen (sogenannte Ultratriathlons) war nur der Anfang dieser Ausuferung. Der längste Triathlon bislang war ein in Mexiko ausgetragener, sogenannter Double-Deca – also ein Wettkampf über die zwanzigfache Hawaii-Distanz: 76 km Schwimmen, 3600 km Radfahren, 840 km Laufen.

Die Distanzen werden in der ursprünglichen Reihenfolge fortlaufend absolviert – eventuell unterbrochen durch kurze Pausen – wobei aber die Zeitnahme nicht angehalten wird. Außergewöhnliche Erfolge sowie Weltrekorde in diesem Extrembereich verbuchte die Bergisch-Gladbacherin Astrid Benöhr, die über die 3-, 4-, 5- und 10-fache Ironmandistanz Weltmeisterin ist.

Der Zehn-Tage-Triathlon mit 10 Triathlons in 10 Tagen hatte seine Premiere 2006. Ziel ist es, täglich innerhalb von 24 Stunden die gleiche Triathlondistanz zu absolvieren. Im Premierenjahr absolvierten die Teilnehmer täglich die Ironmandistanz mit 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen. Marcel Heinig, auch Teilnehmer von 2006, verbesserte 2009 den bestehenden Weltrekord von 2006, indem er im Alleingang täglich 7,5 km schwamm, 200 km Rad fuhr und 50 km lief bzw. insgesamt 50 olympische Triathlondistanzen absolvierte.


Risiken
Wie eine Studie von 2009 zeigt, ist das Risiko eines Herzstillstandes für Anfänger beim Triathlon doppelt so hoch wie beim Marathon. Es wurden die Daten von 922.810 Personen in der Zeit von 2006 bis 2008 untersucht. Hauptgründe liegen in der ungewohnten Belastung und Körperlage beim Schwimmen. Vornehmlich kalte Wassertemperaturen und der Wettkampfstress können bei untrainierten Wettkampfteilnehmern für Umstände sorgen, die kardiale Zwischenfälle fördern. Auf ein Akklimatisieren vor dem Start im Wasser sollte daher schon nicht nur seitens der Veranstalter im Vorfeld hingewiesen werden. Bedenkt man, dass in Deutschland ca. 30.000 Triathleten einen Wettkampfpass haben, aber 300.000 Menschen jährlich an Triathlons teilnehmen, so sieht man welche Diskrepanz zwischen trainierten und untrainierten Sportlern bestehen kann. Bevor man an einem Triathlon teilnimmt, sollte man wenigstens ein Minimum an Training absolviert haben.

Training, Vereine & Portale
Triathlonvereine gibt es in vielen Städten und Gemeinden. Dort wird in Schwimm-, Rad- und Laufgruppen trainiert. Oft wird auch sogenanntes Wechseltraining durchgeführt. Hierbei wird die "vierte Disziplin", also der Wechsel im Wettkampf vom Schwimmen auf das Rad oder der Wechsel vom Rad zum Laufen trainiert. Vereinsmannschaften können in verschiedenen Ligen gegeneinander antreten.

Da Triathlon ein sehr trainingsintensiver Sport ist, der zudem von Individualisten geprägt ist, kommt der individuellen Trainingsverabredung eine deutlich größere Rolle zu. Die großen Portale Triathlon.de (übernahm im Frühjahr 2010 das Portal 3athlon.de), tri-mag.de, triathlon-szene.de, tri2b.com oder in Österreich trinews.at mit ihren Foren spielen dabei eine bedeutende Rolle.

Für das individuelle Triathlon-Training kann auch ein Trainingsplan herangezogen werden. Trainingspläne, die aus dem Internet heruntergeladen werden können, sind allgemeine Trainingspläne und können als Anhaltspunkt für das Training dienen. Solche Trainingspläne werden mehr und mehr auch semi-professionellen und Hobby-Athleten angeboten. Für ein individuelles und optimales Training sollten diese immer an die eigenen Möglichkeiten, Erwartungen und Bedürfnisse angepasst werden.

Wichtig im Rahmen des Trainingsplanes ist auch die sportmedizinische Vorbereitung. Der aktuelle und der historische Trainingszustand wird dabei besprochen und die sportmedizinische Leistungsdiagnostik dient als Basis für eine seriöse Trainingssteuerung.

Trainingscamps können eine sinnvolle Ergänzung und Abwechslung im Triathlontraining bieten.

Quelle: Wikipedia




 
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